Für Pachamama sorgen

Für Pachamama sorgen

Liebe Mitmenschen auf dieser Erde!
wenn wir tatsächlich aus der gegenwärtigen Krise herauskommen wollen, wird es jetzt darum gehen, unsere Beziehung mit der lebendigen Erde in Ordnung zu bringen. Auf der persönlichen Ebene können wir alle eine Beziehung zur Landschaft in unserer nächsten Umgebung aufbauen, indem wir damit beginnen, die nichtmenschlichen Wesen, die zu ihr gehören, bewusst wahrzunehmen und ihnen mit Liebe und Respekt zu begegnen. Wenn wir einfache Formen des wechselseitigen Austausches mit ihnen praktizieren (eine grüßende Geste, kleine Gaben), werden wir spüren, wie sich die Beziehung zwischen uns und der lebendigen Erde zusehends verändert.
Nehmen wir eine kollektive Perspektive ein, dann werden wir feststellen, dass eine solche Beziehung mit einer auf Profit beruhenden Gesellschaftsordnung nicht vereinbar ist. Sich auf Kosten anderer bereichern zu können, hat nichts mit dem Prinzip von Ayni, wie es die Andentradition nennt, zu tun: »Heute für mich, morgen für dich.«
Für ein Stück Pachamama zu sorgen, anstatt es zu besitzen, wobei man sich gegenseitig aushilft und zusätzlich auch zu gemeinsamen Ressourcen beiträgt, das ist kennzeichnend für die traditionelle Lebensweise der Andenvölker. Der Pachakuti, die Weltumkehr, kommt deswegen von diesem weiblichen Pol der Erde. Wir können von diesen Menschen lernen, was Liebe für Pachamama ist und wie aus dieser heraus ein »gutes Leben« für alle Wesen möglich ist. Ohne zurück zum Herzen zu finden, wird uns alle ökologische Einsicht nicht viel helfen. Jetzt gilt es, Wege zu suchen, wie das herzzentrierte Wechselseitigkeitsprinzip auch in der modernen Welt umgesetzt werden kann.

Mit meiner Gruppe »Dolomiten Ayllu« versuche ich seit zwanzig Jahren, eine derartige Lebensweise hier in Europa zu praktizieren – als »Insel von Ayni«. In der von mir gegründeten Wayna Fanes- Tradition verbinden sich die genannten Werte aus den Anden mit einem Juwel, das sich hier in den Dolomiten bruchstückhaft erhalten hat: der von uns neu erzählte und weitergeführte Weltmythos von Fanes, dessen transformative Kraft und große Vision für eine lebenswerte Zukunft auf der Erde genau die Medizin ist, die wir jetzt brauchen. Mehr dazu in meinem Buch »Seele der Landschaft – Landschaft der Seele«.

 
Waltraud Hönes

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