Mensch Sein und Ernährung

Mensch Sein und Ernährung

Mensch Sein und Ernährung

Viele von euch sind sicherlich glückliche (oftmals auch weniger glückliche) Eltern eines oder mehrerer Kinder. Auch ich gehöre seit kurzem dazu. Könnt ihr euch noch an die ersten Momente der Geburt erinnern, an dem dieses Wunder das Licht dieser wunderschönen Welt erblickte? Ich bin mir sicher, ihr erinnert euch – ansonsten versucht bitte, euch nochmal in diese Situation zu versetzen. Und genießt es einfach. Es sind Momente, in denen man vor Glück fast in Ohnmacht fällt. Für diese Momente gibt es auch keine „Kopie“, wie etwa bei einem Rausch, einem Adrenalinkick oder anderen komischen Gewohnheiten. Dieser Moment der Geburt ist so echt, dass er die Kraft hat, das eigene Leben komplett zu überwerfen und neu zu gestalten. Oder auch nicht. Oder erst ein wenig später. Das hängt vom jeweiligen Sein ab, vom Mensch Sein.

Die meisten von euch haben sicherlich schon mitbekommen, dass es außer uns Menschen noch andere Lebewesen gibt. Steine vielleicht. Natürlich auch Pflanzen. Auch diese Lebewesen pflanzen sich fort, jeder auf seine Art und Weise. Auch Licht und Liebe sind sog. „Lebewesen“, werden sie bei der richtigen Pflege nicht auch mehr und mehr … ? Achso, jetzt hätte ich bei aller Verträumtheit fast die Tiere vergessen. Wie konnte ich nur. Naja, im Grunde ja nicht schlimm. Die Folge der heutigen Wertschätzung eben… Obwohl… Irgend etwas sagt mir, ich sollte trotzdem nochmal über diese geringgeschätzten Wesen nachdenken. Aber wieso eigentlich? Wieso soll ich denn meine Zeit und Energie investieren um über unsere Hauptnahrungsquelle nachzudenken? Diese Viecher erfüllen doch bereits ihren Job? Seh ich doch selbst. Jeden Tag! Im Brot, panniert, gekocht, gebraten, …

Aber was ist dieses Etwas, das mich nicht in Ruhe lässt? In all meiner Verträumtheit, in meinen Vorstellungen, in meinen Gedanken, treffe ich auf mein Gewissen. Eine Art von Gefühl, welches ich in meinem Leben bereits öfters erfahren durfte. Aber es kommt und geht, daher scheint es im ersten Moment vielleicht nicht so wichtig zu sein.

Irgendwie lässt mich mein Gewissen jetzt aber doch nicht mehr los… Soll ich jetzt vielleicht Vegetarier oder gar Veganer werden? Das sind doch auch solche Bewegungen wie die 68er, Spontis, Nazis, orthodoxe Christen, irgend so was eben. Nein. Also, wenn das ein Versuch meines Gewissens für eine Bekehrung ist… Nein, nein.

Ich glaube mich jedoch erinnern zu können, dass man das eigene Gewissen erst erlangt und spürt, indem man sich von jeder Antwort einer jeden rationalen Fragestellung trennt, entledigt. „Das Gewissen ist die Stimme Gottes, die Stimme des Herzens eines Menschen und seine wahre Natur“, so ist es aus den uralten vedischen Schriften zu lesen.

Das erste Mal im Leben versuche ich jegliche Form von Beeinflussung, von Trigger, Medien, negativen Schwingungen usw. von mir abzuhalten und mich einfach nur auf mich selbst zu konzentrieren. Ich besinne mich dabei einfach nur auf die Tiere, zumindest dieses Mal. Dabei lerne ich zu fühlen, dass auch Tiere beseelt sind, dass sie vielfach sehr ähnlich reagieren wie wir Menschen. Auch Tiere haben Kinder, wie so viele Menschen eben auch. Das nenne ich eine „kosmische Ordnung“, die Fortpflanzung und schöpfungsweisende Erziehung der Nachkommenschaft. Ohne sie gäbe es uns nicht, auch keine Tiere noch sonst jegliches Leben.

Mir bringt diese Besinnung Freude, ich kann das Leben förmlich spüren. Diese Gedanken lassen es zu, dass ich auch mal über den Tellerrand hinausschauen kann. Nun kann ich auch endlich all die Zeichen von „Oben“ wahrnehmen, wer da auch immer sein mag. Als meine Gedanken bereits weit über dem Tellerrand hinausgeflogen sind überkommt mich ein schlechtes Gefühl. Vielleicht habe ich es versäumt, zu aller erst in die Mitte zu gehen, in meine Mitte, in die Mitte dieses Tellers. Ich versuche es. Dort angekommen finde ich zu allererst, schön serviert, all jene schöne Geschöpfe, von denen ich vorher geträumt habe. Gebraten, gekocht, nicht lebendig eben. In der Mitte dieses Tellers angekommen stelle ich mir nun die Frage: Wieviel Mensch bin ich? Habe ich ein Bewusstsein und wenn ja, wie ausgereift ist es?

Es ist ausgesprochen interessant zu beobachten, wie der Mensch sich das Recht nimmt den Tieren deren Kinder zu stehlen um diese zu „Futter“ für die rohe Gesellschaft zu verarbeiten. Stellen wir uns sowas doch mal bei uns Menschen vor? Wenn man sich dieses Szenario beim Menschen vorstellt, blutet den meisten von uns das Herz nur beim Gedanken daran. Wenn wir wirklich Mensch Sein wollen, sollten wir meines Erachtens den Fokus auf unsere Mitte verlegen. Wir hatten (und haben es immer noch!) in den letzten Monaten genug Zeit um uns Gedanken darüber zu machen, in welcher Form wir diesen Planeten mitgestalten wollen. Es ist meines Erachtens sehr fahrlässig, unreif und gefährlich sich die ganze Zeit über Dunkle Mächte, böse Menschen welche im Hintergrund agieren, Politiker usw. zu ärgern und zu äußern, wenn wir dabei selbst nicht im Reinen sind? Sollten wir nicht genau jetzt bei uns ansetzen und versuchen, diese – wahrscheinlich größte der Welt – Massenmördermaschinerie zu stoppen? Das von uns Menschen künstlich erstellte Prinzip des „Böses säen, aber Gutes ernten“ hat sich oft genug als schöpfungswidrig herausgestellt und ist dabei, den gesamten Planeten zu zerstören. Mensch Sein bedeutet für mich auch die Sinnhaftigkeit aller Lebewesen zu erkennen und friedvoll miteinander zu leben, indem wir uns gegenseitig ergänzen und helfen.

Georg Bernard Shaw formulierte es so: „Die größte Sünde gegenüber unseren Mitgeschöpfen ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Dies ist die Essenz der Unmenschlichkeit“.

 

Dies ist mein Gedanke zum Thema Ernährung und Mensch Sein. Wenn auch etwas lang geraten und nicht wortgewandt wie manch Anderer, soll dieser Gedanke als Denkanstoß fürs Mensch Sein dienen.

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